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Schlaumacher
Wir möchten Sie mit Ihren Fragen zu bestimmten Fachbegriffen zukünftig nicht im Regen stehen lassen. Darum bereiten wir hier ein "kleines" Lexikon rund um die wichtigsten Themen für Sie vor. Auch der Schlaumacher wird derzeit noch kräftig von uns bearbeitet und mit Inhalt gefüllt. Falls Ihre Frage hier nicht beantwortet werden sollte, stehen wir Ihnen natürlich auch gern persönlich zur Verfügung. Rufen Sie uns einfach an oder schicken Sie eine E-Mail in der Sie uns den gesuchten Begriff mitteilen. Vielen Dank!
Fachbegiffe zum Thema „Rund um den Druck” Akzidenzsatz Fachbegriff für die Gestaltung von Gelegenheitsdrucksachen, wie z.B. Anzeigen, Flyer, Formulare, Briefbögen, Prospekte. Im Gegensatz hierzu steht der - > Werksatz. Altarfalz Auch Fensterfalz genannt. Bei dieser Form des Parallelfalzes werden die äußeren Teile des Falzbogens ohne Überlappung nach innen gefalzt. -> Falz Andruck Der erste Andruck einer Drucksache auf dem endgültigen Ausgabegerät oder unter fortdruckgerechten Bedingungen. Der Andruck war früher die letzte Kontrollstufe vor der Druckfreigabe. Heute wird er meist ersetzt durch das sogenannte -> Proofverfahren. Auflösung Maß für die Wiedergabequalität bei bildgebenden Verfahren. Angegeben wird die Dichte der Einzelelemente bei digital (d.h. in kleinen Einzelschritten) arbeitenden Systemen, wie Drucker, Monitore usw. Übliche Einheiten sind -> dpi, -> ppi, -> lpi. Aufriss Ein Gestaltungsentwurf, der noch nicht mit Inhalten gefüllt werden muss. Schriftarten (-grade), Farben, Bildgrößen, Spaltigkeit usw. folgen im -> Layout Ausrichtung Positionierung des Textes in Bezug auf die Seitenränder (linksbündig, rechtbündig, zentriert oder Blocksatz) Ausschießen Das bestimmte Anordnen von Seiten für die entsprechende Druckform, so dass der bedruckte und gefalzte Bogen die richtige Reihenfolge der Seitenzahlen ergibt. Ausschluss Ist der veränderbare Abstand zwischen Wörtern einer Zeile um eine gleichmäßige Breite zu erreichen (auch -> Austreiben genannt). Außensteg Bei der Buchgestaltung bezeichnet man die äußeren Ränder rechts und links als Außensteg (- > Stege) Austreiben Als Austreiben wird sowohl die Erweiterung des Wortzwischenraumes als auch die Erweiterung des Zeilenabstandes, um die volle Spiegelhöhe zu erreichen, bezeichnet. Auszeichnen Auszeichnung ist die typografische Möglichkeit einzelne Buchstaben oder Textteile besonders hervorzuheben. Belichten Im ->DTP-Bereich ist hiermit das Übertragen der digitalen Daten auf einen analogen Datenträger gemeint. In der Druckvorstufe bezeichnet man mit Belichten den Prozess, in dem aus Steuerdaten nach der Rasterung eine materielle Bildstruktur erzeugt wird. Beschnitt Verarbeitungstechnisch notwendiger Rand von meistens 3 mm, der über das Endformat hinausragt. Beschnittdifferenz Unterschiedliche Breite des Beschnitts – in der Massenproduktion unvermeidlich. Beschnittmarke Markierung, die anzeigt an welcher Stelle geschnitten werden soll. Binden Der letzte Arbeitsgang bei der Buchherstellung nach Abschluss der Druckarbeiten. Das Buchbinden umfasst alle Schritte vom Ordnen und Zusammenfügen von bedruckten Bögen zu einem Buchblock, auch das Versehen mit einem Einband. Blindmuster Auch Probeband oder -> Dummy genannt. Ein Blindmuster zeigt Format und Material sowie die Verarbeitung eines Druckproduktes ohne Inhalt. Blindtext Beliebiger Text zum Austesten eines -> Layouts. Blocksatz Ist eine Satzart, bei der durch Erweitern der Wortzwischenräume die Zeilen auf die gleiche Breite gebracht werden (- > Ausschießen, - > Austreiben) Bogenmontage Bei der Bogenmontage werden die einzelnen Seiten eines Druckerzeugnisses für den Druckbogen zusammengestellt. In der Regel werden 2, 4, 8, 16 oder 32 Seiten (also 3er Potenzen) auf einen Bogen gedruckt. Broschur Einfache und günstige Bindeart mit flexiblem Umschlag, der am Rücken verklebt ist. Buchblock Alle Seiten eines Buches ohne den festen Einband. Buchdecke Für die Fertigstellung eines Buches wird an den -> Buchblock eine Buchdecke (oder Buchumschlag) eingehängt. Bundsteg Der unbedruckte Rand in der Mitte des Buches, am Bund, auch -> Innensteg genannt (-> Stege). CMYK Cyan, Magenta, Yellow und Key (= Schwarz als Farbtiefe). Das CMYK-Farbmodell ist ein - > substraktives Farbmodell, das bei dem modernen Vierfarbendruck eingesetzt wird. Die Farbnuancen setzen sich aus den Grundfarben Pink, Gelb, Türkis und Schwarz zusammen. Im Gegensatz zum - > RGB-Farbmodell ergibt sich hier bei der Mischung der Grundfarben mit gleicher Farbhelligkeit nicht Weiß sondern fast Schwarz. Computer to paper Ausdrucke in geringen Auflagen erfolgen an einem leistungsstarken PC-Drucker, bei dem auch das Falzen integriert sein kann. Computer to plate - CTP Direktes Belichten der Druckplatte vom Computer aus mit Hilfe eines entsprechenden Programms, Montage- und Filmkosten werden eingespart. Computer to press Direktes Belichten der Druckplatten in der Druckmaschine, Einstellungen erfolgen an der Maschine, jeglicher Druckplattenwechsel ist bei diesem Verfahren überflüssig. Deckenband Sammelbezeichnung für alle Druckwerke, bei denen der Buchblock mit einem festen Umschlag verbunden ist, manchmal auch -> Hardcover genannt. Digitaldruck Die Druckmaschine wird direkt vom Computer aus mit digitalen Daten versorgt. Sehr wirtschaftlich für kleine Auflagen, qualitativ aber dem Offset-Druck unterlegen. DIN-Formate Genormte Größe für alle im Geschäftsbereich benutzten Papiere und Kartons. Ausgangsformat ist DIN A0 (841 x 1189 mm ≈ 1 m²). Durch Halbieren der langen Seite ergibt sich das nächstkleinere Format. DIN A0 - 841 x 1189 mm DIN A1 - 594 x 841 mm DIN A2 - 420 x 594 mm DIN A3 - 297 x 420 mm DIN A4 - 210 x 297 mm DIN A5 - 148 x 210 mm DIN A6 - 105 x 148 mm DIN A7 - 74 x 105 mm DIN A8 - 52 x 74 mm DIN A9 - 37 x 52 mm DIN A10 - 26 x 37 mm Dispersionskleber Wasserbasierter Kunststoffkleber für z.B. Broschüren. Guter Ersatz für Lösemittelklebstoffe, da diese brandgefährlich sind. Allerdings braucht Dispersionskleber etwas längere Zeit zum Abbinden. Doppelseitiger Satz Vorder- und Rückseite eines Blattes sind bedruckt, wobei die Vorderseite die ungerade, die Rückseite die gerade Seitenzahl erhält. Bei einem doppelseitigen Satz kann es auch um ein einzelnes Blatt gehen. Dpi Dpi = dots per inch (Punkte pro Zoll) gibt die Detailauflösung bei Druckern an (es gilt: je höher die dpi-Angabe, desto schärfer die Abbildung). Druckbogen Als Druckbogen wird der Stoff bezeichnet, der von der Maschine bedruckt wird. Im Anschluss an den Druck kann der Bogen lackiert, kaschiert, perforiert, gestanzt, geschnitten oder gefaltet werden. Druckfläche Der maximal bedruckbare Bereich eines -> Druckbogens. Es wird immer ein Rand zum Greifen und Transportieren benötigt. Druckverfahren Informationen (Text, Bild, Grafik) werden mit Hilfe von -> Druckfarben auf einen -> Druckbogen gebracht. (-> Hochdruck, -> Flachdruck, -> Tiefdruck, -> Durch- oder Siebdruck) DTP DTP = Desktop Publishing (Publizieren vom Schreibtisch aus). Das Gestalten von Texten und Bildern für Publikationen wie Prospekte, Broschüren, Kataloge etc. vom Computer aus. Duplex-Druck Wird ein Schwarz-Weiß-Bild zusammen mit einer zweiten Farbe gedruckt, um die Wirkung des Bildes zu verstärken, spricht man von Duplexdruck. Durchscheinen Transparenz (Diaphan – griech. Diaphainesthai - durchscheinen) des zu bedruckenden Papieres. Das Gegenteil von transparent ist -> opak Durchschossener Satz Ist der Zeilenabstand größer als die Schriftgröße spricht man vom Durchschuss bzw. durchschossenen Satz (geringerer Zeilenabsatz -> kompress) Durchschuss Als Durchschuss wird der Zwischenraum zwischen den Zeilen bezeichnet. Einband Die äußere Hülle eines Buchblocks. Einzug Einrücken von Zeilen, z.B. zum Beginn eines Absatzes Fadenheftung Die Verbindung gefalzter Papierlagen zum Buchblock mittels Fäden (im Gegensatz dazu: -> Klebebindung) Falz In der Buchbinderei ist der Falz ein scharfer Bruch (eine Knickkante) des Papieres, der mit Hilfe einer Maschine erzeugt wird. Es gibt verschiedene Falzarten, z.B. -> Altarfalz, -> Kreuzfalz, -> Parallelfalz, -> Leporellofalz -> Wickelfalz Falzgelenk Beim -> Deckenband die Rinne zwischen Deckel und Buchrücken, die das Aufschlagen ermöglicht. Falzmarken Anhand von aufgedruckten Falzmarken erkennt der Buchbinder, an welcher Stelle ein - > Druckbogen gefalzt werden muss. Bekannteste Falzmarke: bei A4 Briefbögen, um die Adresse passend in dem Fenster eines Briefumschlages erscheinen zu lassen. Flattersatz Satzart, bei der die Zeilenbreite unterschiedlich und der Wortabstand gleichbleibend ist, auch - > Rausatz genannt. Flattersatz kann -> linksbündig oder ->rechtsbündig gesetzt werden. Fußnoten Als Fußnoten bezeichnet man Verweise in einem Fließtext, die z.B. an das Seitenende ausgelagert wurden. Fußnoten zeichnen sich deutlich zum Haupttext durch die Textgröße ab. Fußsteg Der untere Seitenrand eines Buches, auf dem Seitenzahl oder -> Fußnoten vermerkt sind (-> Stege). Fußzeile Separat stehende Zeilen auf einem Dokument, die oft Informationen über die Herkunft oder das Erstellungsdatum des Dokumentes enthält. Gänsefüßchen Anderes Wort für Anführungszeichen. Gestaltungsraster Bezeichnung für eine Hilfskonstruktion aus waagerechten und senkrechten Linien zum Ordnen grafischer Elemente – Text und Bilder. Dient als Grundlage für jedes -> Layout und ist nur am Bildschirm sichtbar. Goldener Schnitt Ästhetisches Verhältnis zur Aufteilung einer Strecke in zwei Abschnitte. Der längere Abschnitt verhält sich dabei zum Kürzeren wie die Gesamtstrecke zum längeren Abschnitt. Das Verhältnis dabei beträgt etwa 1:1,618. Der goldene Schnitt wird als besonders harmonisch bewertet. Dieses Teilungsverhältnis findet sich oft in der Natur wieder. Graustufen Farbschema für Bildschirm und Print in Abstufungen von Weiß nach Schwarz. Grundlinie In der Typografie werden Buchstaben vertikal in ein Liniensystem eingeordnet. Die Linie auf der die meisten Zeichen einer Schrift angeordnet sind bezeichnet man als Grundlinie oder -> Schriftlinie. Grundlinienraster Die Zeilen der Vorder- und Rückseite eines Dokumentes stehen auf der gleichen Höhe, wenn sie an einem Grundlinienraster ausgerichtet wurden. Grundschrift Schriftart, die gut lesbar ist und sich für Mengentext eignet. Der Schriftgrad liegt zwischen 8 und 12 - > Punkt. Hadernpapier Bei dieser Papierqualität werden Hadern (Faserstoffe aus z.B. Leinen, Hanf oder Baumwolle) zugesetzt, um Papier für besondere Ansprüche (z.B. Banknotenpapier oder Bibelpapier) herzustellen. Hängender Einzug Die erste Zeile eines Absatzes wird auf volle Breite gesetzt, alle folgenden Zeilen sind eingerückt. Somit „hängt“ die erste Zeile links heraus. Hängendes Initial Eine der Möglichkeiten ein Initial zu setzen. Dabei wird der erste (Groß-) Buchstabe eines Satzes vergrößert und an der Oberkante der ersten Zeile ausgerichtet. Hilfslinie Linie, die nur am Bildschirm, nicht aber im Druck erscheint. Hilft dabei, die Teile eines Dokumentes sauber anzuordnen. HKS-Farben Farben der Firmen Horstmann-Steinberg, Kast + Ehringer und H. Schmincke & Co., Standard im grafischen Gewerbe. Die Zusammensetzung erfolgt nach Euroskala (CMYK – Cyan, Magenta, Gelb, Schwarz). Ausnahmen: Sonderfarben wie Gold oder Silber und Neonfarben. HKS-Gruppen Die HKS-Gruppen erklären sich aus den zu bedruckenden Materialien. Die Endungen der jeweiligen Gruppe entsprechen den zu bedruckenden „Stoffen“. HKS-N Farben für Naturpapier HKS-K Farben für Kunstdruckpapier HKS-E Farben für Endlospapier HKS-Z Farben für Zeitungspapier Hochgestellte Zeichen In der Typografie die Zeichen, die über der -> Grundlinie stehen. Hotmelt-Klebestoff Klebstoff, der in heißem Zustand aufgetragen wird und beim Abkühlen eine Verbindung darstellt. Im Gegensatz hierzu steht die Kaltklebetechnik (-> lumbecken). Hurenkind Ist im Buchdruck die einzelne Zeile eines Absatzes, die durch einen Seitenwechsel vom übrigen Text abgetrennt ist. Hurenkinder (oder -> Schusterjungen) gelten als schwere handwerkliche Fehler in der Typografie. Illustration Vom lat. illustrare (erklären) und steht für das einem Text beigefügte erklärende Bild. Impressum Die gesetzlich vorgeschriebene Herkunftsangabe in Publikationen, welche Angaben über Verlag, Autor, Erscheinungsjahr usw. und vor allem den für den Inhalt Verantwortlichen kenntlich macht. Inch Englische Bezeichnung für -> Zoll, 1 Zoll = 2,54 cm. Initial Schmückender Anfangsbuchstabe von Kapiteln oder Abschnitten. Innensteg Siehe -> Bundsteg, Stege Integrierte Auszeichnung In der Typografie gibt es verschiedene Möglichkeiten, einzelne Textteile besonders hervorzuheben, wobei die integrierte Auszeichnung die dezenteste Art ist, z.B. kursiv oder KAPITÄLCHEN. Sie wird besonders häufig eingesetzt, da sie unaufdringlich und zugleich wirkungsvoll ist. Kelvin Eine Einheit um Temperaturen zu messen. 0 Kelvin entsprechen dabei dem absoluten Nullpunkt. Das sind -273°C. Um °C in Kelvin umzurechnen muss man also lediglich 273 auf den °C-Wert addieren. Farbtemperaturen werde ebenfalls in Kelvin angegeben. Klammerheftung Zusammenhalten einer Papierlage durch Drahtklammern, siehe auch -> Klebebindung und -> Fadenheftung. Klebebindung Zusammenhalten der Einzelseiten eines Buchblocks durch Klebstoff. Gegensatz -> Fadenheftung -> Klammerheftung. Korrekturzeichen Bei der Überarbeitung von Texten werden genormte (-> DIN 16511) Korrekturzeichen eingesetzt. Kreuzfalz Beim Kreuzfalz wird der Druckbogen mehrfach im rechten Winkel gefalzt (-> Falz), z.B. 2 Umbrüche ergeben 8 Seiten, 3 Umbrüche 16 Seiten. Laserdrucker Laserdrucker verwenden feiner Pulver ("Toner"), das durch kurzes Erhitzen auf dem Ausdruck abriebfest wird. Laserdrucker erzielen eine höhere Druckgeschwindigkeit als Tintenstrahldrucker und sind in den Verbrauchskosten günstiger. Nachteile: Die Qualität des Fotodrucks ist schlechter, und die Anschaffungskosten sind höher. Laufweite Der Abstand zwischen den Zeichen einer Schrift. Layout Der Entwurf einer Seite oder eines Dokumentes zur Darstellung eines gedanklichen Bildes. Ein Layout enthält meistens sogenannten -> Blindtext. Leporellofalz Eine Art des -> Parallelfalzes (-> Falz), bei dem der Bogen abwechselnd nach vorne und nach hinten gefalzt wird. Lesegröße Schriftgrößen zwischen 9-12 -> Punkt für Texte, mit denen sich länger beschäftigt wird, da diese optimal lesbar sind. Linker Einzug Um Texte zu strukturieren werden Einzüge verwendet. Dabei rückt ein Text um z.B. 2 cm nach rechts. Den Leerraum zu Beginn der Zeile bezeichnet man als Einzug (vgl. -> hängender Einzug). Linksbündig Texte, die am linken Satzspiegel ausgerichtet sind. Lithographie Steht heute für die Anfertigung und Bearbeitung eines Filmes für die Kopie auf eine Druckplatte. Majuskel Der Fachbegriff in der Typografie für die Großbuchstaben des Alphabets, auch -> Versalie genannt. Minuskel Der Fachbegriff in der Typografie für die Kleinbuchstaben des Alphabets, auch -> Gemeine genannt. Mittelachsensatz Auch -> zentrierter Satz genannt. Eine gedachte senkrechte Linie teilt die Seite in zwei Hälften, der Text ist sowohl links wie rechts dieser Linie gleich lang. Montage Das Zusammenstellen von einzelnen Seiten zu einem Bogen. Normlicht (Tageslicht) Es gibt zwei Weißlichtstandards, die für die Druckindustrie bedeutsam sind: ‚D50 Tageslicht’ (5000 Kelvin Farbtemperatur) ist das richtige Licht, um Bildvorlagen oder Monitordarstellungen zu beachten. ‚D65 Fluoreszierendes Tageslicht’ (6500 Kelvin) kommt bei der Betrachtung von Papieren und Druckerfarben, die Weißmacher und/oder optische Aufheller besitzen, zum Einsatz. Oberlänge Hiermit wird derjenige Teil eines Kleinbuchstabens bezeichnet, der die Mittellinie überschreitet, zu sehen beim ‚d‘ oder ‚k‘. Optische Mitte Ist ein Begriff aus der Gestaltungslehre. Die optische Mitte weicht aufgrund einer optischen Täuschung von der geometrischen Mitte eines Objektes ab. Dieses sollte bei Grafik und Design berücksichtigt werden. Optischer Zeilenabstand Auch optischer Durchschuss genannt. Abstand von der Schriftlinie zur Mittellänge der nächsten Zeile. Pagina Oder auch Seitenzahl. Pantone-Farben Pantone-Farben sind Schmuckfarben, die internationale Standards haben. Das Mischungsverhältnis ist dabei genau festgelegt. Papier, holzfreie (h´f) Besteht grundsätzlich aus Zellstoff und darf nach -> DIN 827 nur einen Anteil von max. 5 % an Holzstoff enthalten. Papier, holzhaltige (h´h) Papier, holzhaltig (h’h) Enthält mehr als 5 % Holzschliff, gemischt mit Zellstoff. Papier, maschinenglatt Bedrucktes Papier hat eine raue, matte Oberfläche (= maschinenglatt) solange es nicht veredelt wurde. Beispiel für den Einsatz von maschinenglattem Papier: Zeitungs- oder Bücherdruck. Papier, satinierte Veredlung von -> machinenglattem Papier mit Hilfe eines -> Kalanders. Hierbei wird die Papieroberfläche geglättet und poliert. Papiere, gestrichen Auch Kunst- oder Bilderdruckpapier genannt, bei dem die Oberfläche mit einem Bindemittelautrag (Strich) veredelt ist. Die Veredelung erfolgt durch z.B. Kreide oder Dispersion, wodurch das Papier eine glattere und stabilere Oberfläche erhält und somit eine bessere Qualität beim Druck erzielt werden kann. Papierverdrängung Das Ineinanderstecken von gefalzten Druckbögen um z.B. ein Heft zu erstellen bewirkt, dass die Druckbögen der Innenseiten abhängig von Volumen und Gewicht kleiner sind als der äußerste Druckbogen. Dieses sollte bei vielseitigen Druckerzeugnissen unbedingt beachtet werden, da es sonst zu unschönen „Blitzern“ kommt. (Die Innenseiten stehen über den Rand der Außenseite heraus.) Parallelfalz Die einfachste Form des Falzens (-> Falz), bei dem die Knickkanten parallel verlaufen. Passer Als Passer wird der exakte Übereinanderdruck der einzelnen Schichten beim Mehrfarbendruck genannt. Wird mit ungenauen Passer gearbeitet erhält man ein unscharfes Druckbild. Passkreuze Auch Pass- oder Fadenkreuze genannt. Um bei mehrfarbigen Druckarbeiten einzelne Farben exakt aufeinander abzustimmen, werden Passerkreuze angebracht. Sie bestehen aus waagerechten und senkrechten Feinstrichen, die an mehreren Stellen seitlich außerhalb der Bildfläche angebracht und mit gedruckt werden. Pixel Ein Pixel entspricht einem Leuchtpunkt auf dem Bildschirm. Eine Grafik mit einer Größe von z.B. 500x500 Pixeln enthält somit 250.000 einzeln adressierte Bildpunkte, wobei in jeder einzelnen Adresse Farbmischung, Intensität und Position enthalten ist. PostScript Ist eine Programmiersprache, die 1984 vom Unternehmen -> Adobe entwickelt wurde und lange Zeit Standard in der Druckindustrie war. Heute ist sie größtenteils vom -> PDF verdrängt. Präsentationsentwurf Endgültige Entwurfsvorlage, welche dem Kunden vorgelegt wird, wie zum Beispiel die Printsache als fertige Drucksache aussehen wird. Print on demand Digitaldruck von kleinen und kleinsten Auflagen je nach Bedarf. Punkt Maßeinheit in der Typografie für den -> Schriftgrad. Es gibt verschiedene Punkt-Maße: 1 Punkt = 0,37597 mm Didot (dd) 1 Punkt (pt) = 0,35147 mm 1 Millimeter (mm)= 2,85 pt 1 Millimeter (mm)= 2,67 dd 1 Cicero (cc) = 12 pt = 4,21764 mm 1 Inch (in)= 72 pt = 25,4 mm Rand Bezeichnet die Seitenränder eines Satzspiegels. Korrekte Bezeichnung ->Steg. Raster Die Auflösung von Graustufen, zum Beispiel von Fotos: -Im Offsetdruck in kleinere oder größere Punkte -Im Tiefdruck in gleichgroße, unterschiedlich tiefe Punkte. Rausatz Eine Variante des Flattersatzes mit unterschiedlich langen Zeilen, die oft als unschön gelten. Rechter Einzug Abstand, um welchen der Text von der rechten Textbegrenzung nach links verschoben wird. Rechtsbündig Jede Zeile schließt mit der rechten Textbegrenzung ab. Register Eine alphabetische Liste von Begriffen oder Bezeichnungen, beispielsweise in einem Index. Satzspiegel Als Satzspiegel wird in der Typografie die Nutzfläche auf der Seite eines Druckwerkes bezeichnet, begrenzt durch die -> Stege. Schriftlinie Oder -> Grundlinie ist die Standlinie der -> Versalien und Kleinbuchstaben. Schusterjunge Oder -> Hurenkind ist die erste Zeile eines Absatzes, wenn sie durch einen Seitenwechsel abgetrennt ist. Schutzumschlag Ein zusätzlicher Umschlag um den festen Einband, der die Aufgabe hat, diesen zu schützen. Serife (franz. Füßchen) sind die feinen Linien, die einen Buchstabenstrich am Ende, quer zur Grundrichtung abschließen. Eine bekannte Serifenschrift ist die TIMES, eine bekannte serifenlose Schrift ARIAL. Spaltenbreite Fortlaufender Text wird häufig in mehreren Spalten gesetzt. Vorteil einer geringen Spaltenbreite von 30-40 Zeichen ist, dass insbesondere bei großformatigem Papier wie z.B. bei Tageszeitungen eine solche Zeile ohne große Augenbewegung zu erfassen ist. Stege Der unbedruckte Rand zwischen -> Satzspiegel und Papierkante heißt Steg. Man unterscheidet: -> Kopfsteg, -> Außensteg, -> Bundsteg (Innensteg), -> Fußsteg Stilvorlage In den heute gängigen DTP-Programmen lassen sich Stilvorlagen anlegen. In diesen Stilvorlagen sind alle Formatierungen bezüglich der Schrift gespeichert. Dies sind zum Beispiel Schriftgrad, Farben, Zeilenabstände usw. Mit den Stilvorlagen können ganze Absätze oder nur einzelne Wörter formatiert werden. Vorteilhaft ist das Ganze, wenn man nachträglich zum Beispiel die Schriftgröße auf bereits formatierten Text anwendet. Ändert man die Größe in der Stilvorlage, so wird automatisch alles geändert. SubtraktivesFarbmodell Am Schnittpunkt der drei Volltonfarben CMY (-> CMYK) ergibt sich schwarz, wobei Cyan und Magenta Blau erzeugen, Magenta und Cyan Rot und aus Yellow und Cyan wird Grün. Synthetisches Papier Ist nassfestes Papier, das ausschließlich aus Kunststofffasern besteht. Es besitzt eine hohe Reißfestigkeit und wird meist mit einer Oberflächenbehandlung versehen. Einsatzgebiet: Dokumente und Führerscheine. Tageslicht Es gibt zwei Weißlichtstandards, die für die Druckindustrie bedeutsam sind: D50: weißes Tageslicht (5000 Kelvin Farbtemperatur) ist das richtige Licht, um Bildvorlagen oder Monitordarstellungen zu betrachten. D65: fluoreszierendes Tageslicht (6500 Kelvin) kommt bei der Betrachtung von Papieren und Druckfarben, die Weißmacher und/oder optische Aufheller besitzen, zum Einsatz. (Normlicht) Thermodruck Mit einem Thermodruckkopf wird direkt auf Spezialpapier gedruckt, das sich bei Erhitzung schwärzt. Thermodrucker finden bei Faxgeräten und auch Bon-Drucker Einsatz. Nachteil: Das Papier ist licht- und temperaturempfindlich. Thermosublimation Ein Druckverfahren, bei dem mit Hilfe von Wärme verschieden dicke Farbschichten von einer Trägerfolie auf das Papier übertragen werden. Durch das übereinander Drucken verschiedener Farben entstehen echte Halbtonbilder. Thermosublimationsdrucker kommen im Hausgebrauch für das Ausdrucken von Digitalkamera-Bildern in Fotoqualität zum Einsatz. Tintenstrahldrucker Bei diesem Druckverfahren werden kleine Tintentröpfchen auf das Papier „gespritzt“ und somit ein Druckbild erzeugt. Das Druckbild ist je nach Geräte nahezu brillant. Da diese Geräte relativ preiswert in der Anschaffung sind, werden sie oftmals im Privatbereich eingesetzt. Nachteil: viele Tintenpatronen enthalten einen integrierten Druckkopf und sind daher ziemlich teuer. Typometer Bei diesem Druckverfahren werden kleine Tintentröpfchen auf das Papier „gespritzt“ und somit ein Druckbild erzeugt. Das Druckbild ist je nach Geräte nahezu brillant. Da diese Geräte relativ preiswert in der Anschaffung sind, werden sie oftmals im Privatbereich eingesetzt. Nachteil: viele Tintenpatronen enthalten einen integrierten Druckkopf und sind daher ziemlich teuer. Überhang Die menschliche Wahrnehmung spielt uns bei manchen Objekten einen Streich. So scheinen Kreis und Dreieck eine etwas kleinere Höhe zu besitzen als ein gleich hohes Quadrat. Bei der Gestaltung von Schriftarten muss diesem Effekt entgegengewirkt werden, in dem Spitzen (z.B. beim A) und Rundungen (z.B. beim O) mit einem Überhang (oder overshot) versehen werden. Die betreffenden Stellen ragen dann über die -> Grundlinie oder -> Versalhöhe hinaus. Unterlänge Hiermit bezeichnet man den Teil eines Kleinbuchstabens, der die Grundlinie überschreitet, zu sehen beim ‚g‘, ‚p‘ oder ‚y‘. Vakatseite (lat. Vacare = leer) Vakatseiten sind absichtliche Leerseiten ohne Inhalt, die als Platzhalter, zum Raumfüllen oder der Trennung dienen. Verlauf Ein Verlauf ist die farbliche Veränderung von einer Farbe zur Anderen. Versalhöhe Beschreibt die Höhe eines Großbuchstabens. Versalie Großbuchstabe oder -> Majuskel. Versalsatz Reiner Großbuchstabensatz. Der Versalsatz ist schwer zu lesen und sollte bei größeren Textmengen grundsätzlich vermieden werden. In den Grundeinstellungen des Ästhetikprogrammes sind wenige Buchstabenkombinationen für die Versalien vorhanden. Somit sollte für eine bessere Lesbarkeit beim Versalsatz der Buchstabenabstand generell erweitert werden. Werksatz Unter Werksatz versteht man den Schriftsatz von größeren Werken mit umfangreichem Fließtext, wie z.B. bei Büchern. Im Gegensatz hierzu steht der -> Akzidenzsatz. Wickelfalz Eine Form des -> Parallelfalzes. 2 oder mehrere gleich breite Teile des Druckbogens werden um ein Bogenteil gefalzt. Die Falzung geht dabei jeweils in die gleiche Richtung. Widerdruck Wird ein Druckbogen beidseitig bedruckt, bezeichnet man den zweiten Druckgang, bei dem die Bedruckung der Rückseite des -> Schöndrucks erfolgt, als Widerdruck. Zentrierter Satz Auch -> Mittelachsensatz genannt. Eine gedachte senkrechte Linie teilt die Seite in zwei Hälften, der Text ist sowohl links wie rechts dieser Linie gleich lang. |
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